Der neue e-Golf: Das Facelift unterm Blech

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Ein Golf ist ein Golf ist ein Golf. Daran hat sich seit Jahrzehnten nichts geändert. Abhängig von Ausstattung und Antrieb kam etwas Glanz oder Rasanz in die Hütte, letztlich bleibt der Golf aber immer eher Biedermann als Beau. Und das war und ist nichts Schlechtes, was gibt schließlich mehr Recht als Erfolg? Einsam an der Spitze aller Verkaufs- und Zulassungsstatistiken rollt der Golf Jahr um Jahr.

Damit alles beim Alten bleibt, hat VW den e-Golf aufgefrischt. In bekannter Verpackung wirken nun mehr Batteriereichweite (jetzt 35,8 kWh statt 24,2 kWh) stecken und etwas mehr Leistung (plus 21 PS und plus 20 Nm) auf die Antriebswellen. Dazu gesellt sich ein ein neues Navi, dass abhängig von Topografie und Streckenverlauf zu leichtem Gasfuß mahnt, noch bevor der Fahrer Senken, Kurven oder Kreuzungen erkennen kann. Die Neuerungen machen aus dem e-Golf ein Auto, dass Verheißung und und Fluch zugleich ist.

Mehr Reichweite + mehr Speed = mehr e-Golf?

Als DER Alltagswagen schlechthin ist der Golf für die allermeisten Aufgaben gerüstet, die in einem Autoleben anfallen. Durch die nun vergrößerte Reichweite - laut Papier sind es 300 km, in der Praxis sind rund 200 km wahrscheinlich - zieht VW auch reichweitentechnisch nach. Selten standen die Umstände so günstig, dass Besitzer von kraftstoffbetriebenen Autos ernsthaft den Umstieg zur Elektromobilität durchkalkulierten. Neben den Kosten für Strom (bei run 15 kWh / 100 km wären das etwa 4 €) und Wartung (günstiger als beim Verbrenner) spielt auch der Restwert des bisherigen Fahrzeugs eine Rolle - eine kostenfreie Bewertung auf Wirkaufendeinauto.de hilft bei der Berechnung. Für den Alltag hätte man dann ein E-Auto, dass bis auf große Urlaubsfahrten die meisten aller typischen Anforderungen an einen Golf meistert.

Es ist halt ein Golf

Ungeachtet aller praktischen Vorteile, die jeden Golf in seiner Generation und Zeit zum Dauersieger macht(e), taugt der neue e-Golf leider gar nicht zum Angeben. Wer einen i3 vor sein Reihenhaus parkt, kann sich neugieriger Nachfragen von Nachbarn sicher sein. Wer mit einen Kia Soul EV vorm Kindergarten vorfährt, erntet sicher so manchen anerkennenden Blick ob des auffallenden Designs. Aber ein e-Golf? Hier fährt und genießt man wortwörtlich eher im Stillen im Vertrauen darauf, dass es eben einen Golf ist.